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Arthrose: Das sind die Folgen

Eine Arthrose kann eine echte Behinderung im Alltag sein, wenn Schmerzen oder Versteifungen die Mobilität des bzw. der Betroffenen einschränken. Es muss aber nicht immer zu so starken Folgen bei Arthrose kommen. Meist sind Verdickungen der Gelenke und in Schüben auftretende Schmerzen die ersten Anzeichen und gleichzeitig Folgen. Betroffene sollten dann allerdings nicht warten, bis es aufgrund ihrer Arthrose zu schwereren Folgeerkrankungen kommt, sondern eine individuelle Therapie mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin besprechen. 

Wie entstehen die Folgen von Arthrose?

Arthrose ist eine Gelenkserkrankung, bei der die Knorpelschicht eines Gelenks zwischen zwei Knochen beschädigt wurde und sich nach und nach abgebaut hat. Dadurch verlieren die Knochen immer mehr von ihrem „Stoßdämpfer“, was dazu führt, dass die Knochen aufeinander reiben und es zu Knochenspornen oder -absplitterungen kommen kann. Die unmittelbaren Folgen sind meist Schmerzen und Gelenkschwellungen.

Schmerzen als eine der ersten Arthrose-Folgen

Schmerzen in den Gelenken sind meist die ersten Anzeichen einer Arthrose. Dabei ist es besonders in einem der Anfangsstadien der Arthrose oft so, dass die Schmerzen kommen und gehen. Auch die Art der Schmerzen ist nicht immer gleich. So kann Arthrose Anlaufschmerzen am Morgen verursachen, sich durch Belastungsschmerzen und in einem fortgeschrittenen Stadium auch durch Ruheschmerzen bei körperlicher Inaktivität zeigen.

Schmerzen, die durch Arthrose entstehen, ziehen oft Nebenwirkungen nach sich. Um die Schmerzen zu verhindern bzw. zu lindern, nehmen Menschen oft Schonhaltungen ein, die es ihnen erlauben, die betroffenen Gelenke zu entlasten. Das kann jedoch auf Dauer zu einer Veränderung der Gelenkstellung und der Knochenstruktur führen. Werden die Schonhaltungen über einen langen Zeitraum eingenommen, kann das sogar Instabilität und Unbeweglichkeit nach sich ziehen.   

Folgen der Arthrose in den Gelenken

Eine Arthrose hat verschiedene Auswirkungen auf das betroffene Gelenk. Typisch sind zum Beispiel Gelenksentzündungen, die durch abgesplitterte Knochenstücke verursacht werden und Schmerzen nach sich ziehen. Es kann außerdem zu einem Gelenkerguss oder einer Gelenkschwellung kommen, die man natürlich auch visuell schnell wahrnimmt. Außerdem sind auf Schonhaltungen zurückgehende Fehlstellungen eine direkte Folge der Veränderungen im Gelenk.

Eine weitere Folge der Entzündungen der Gelenke, abgesehen von den Schmerzen, kann weiterer Knorpelabbau sein. Das durch die Entzündungen aktivierte Immunsystem sendet nämlich auch Stoffe aus, die den Knorpel zusätzlich angreifen. So kann schnell ein Teufelskreis aus Entzündungen und Schmerzen entstehen.

Die Arthrose-Folgen im Alltag

Zu den Folgen der Arthrose können neben Schmerzen und Veränderungen im Gelenk weitere Symptome gehören, die wiederum Folgen der ersten Symptome sein können. Beispielsweise können Muskeln betroffen sein und durch die Arthrose schwächer werden, an Umfang verlieren oder immer wieder verspannen. Eine weitere Nebenwirkung der Arthrose können Schlafstörungen sein. Sie werden meist durch Ruheschmerzen verursacht, die in einem fortgeschrittenen Stadium der Arthrose auftreten können.

Frau ruht sich auf einem Stuhl auf einer Terrasse aus

Die Schmerzen der Arthrose können schnell ermüdend werden.
©Engin Akyur/Pixabay

 Arthrose kann also zu  Einschränkungen auf viele Arten führen. Neben Schmerzen und dem Verlust von Schlaf, ist sicher ein Anstieg an Immobilität eine echte Belastung. Arthrose kann durchaus zu einer Arbeitsunfähigkeit und der Anerkennung eines Behindertengrades führen. Das alles kann, muss aber nicht eintreten. Es gibt durchaus Fälle, in denen zum Beispiel die Schmerzen selbst bei einer fortgeschrittenen Arthrose komplett ausbleiben. Auch ist es wichtig sich bewusst zu machen, dass man eine Arthrose nie ganz heilen, aber durch eine passende Therapie die Folgen bekämpfen kann.

Die Folgen der Arthrose durch eine Therapie abwenden

Wichtig bei jeder Therapie ist, dass sie individuell mit einem Mediziner oder einer Medizinerin zusammengestellt wird. Neben Medikamenten, die bei Schmerzen verschreiben werden, können auch Bewegung und gesunde Ernährung eine positive Auswirkung auf den Verlauf der Krankheit haben. Sport sollte allerdings nicht zu noch mehr Schmerzen führen – gegebenenfalls muss das Training angepasst werden. Sind alle Optionen der gängigen Therapien ausgeschöpft und es kommt dennoch weiterhin zu Arthrose-Folgen wie Schmerzen, kann man auch eine Operation in Betracht ziehen. Bei dieser wird das kranke Gelenk durch ein künstliches ersetzt.

Experten zum Thema:

Prof. Dr. med. Thomas R. Tölle

Fachartz für Neurologie und Psychologe sowie Leiter des Zentrums für Interdisziplinäre Schmerzmedizin am Klinikum rechts der Isar mehr dazu Quellen: Das Handbuch gegen den Schmerz

Prof. Dr. med. Christine Schiessl

Schmerztherapeutin, Palliativmedizinerin, Anästhesistin und Chefärztin der Algesiologikum-Tagesklinik für Schmerzmedizin in München mehr dazu Quellen: Das Handbuch gegen den Schmerz

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