Home 9 Arthrosearten 9 Arthrose im Fuß – Ursache, Symptome und Behandlung

Arthrose im Fuß – Ursache, Symptome und Behandlung

Die Füße sind ein echtes Wunderwerk der Natur. Einerseits sind sie erstaunlich robust und vertragen es selbst, wenn beim Joggen das Mehrfache unseres Körpergewichts auf ihnen lastet. Zudem sind sie sehr flexibel und erlauben eine Vielzahl an unterschiedlichen Bewegungen. Da sich aber ein Viertel unserer Knochen, rund 50 Muskeln, 100 Bänder und 200 Sehen in den Füßen befinden, ist es andererseits nicht verwunderlich, dass sie öfter gesundheitliche Probleme bereiten – es existieren einfach sehr viel mögliche Fehlerquellen.

Erfreulicherweise ist der Fuß allerdings nicht so anfällig für Arthrose wie beispielsweise die Hüfte oder das Knie. Wenn es zu einer Arthrose im Fuß kommt, ist dieser meist ein Knochenbruch oder eine andere Verletzung vorausgegangen. Manchmal wird sie auch durch eine Fußfehlstellung verursacht, in anderen Fällen ist die Ursache nicht ermittelbar.

Gibt es verschiedene Arten von Arthrose im Fuß?

Mediziner und Medizinerinnen unterscheiden verschiedene Fußarthrose-Arten, je nachdem, in welchem Teil des Fußes das betroffene Gelenk sitzt. Befindet es sich im hinteren Teil des Fußes, spricht man von einer Fußwurzelarthrose. Ist ein weiter vorne sitzendes Gelenk von Arthrose betroffen, auf Höhe des Fußspanns, handelt es sich um eine Mittelfußarthrose. Zudem gibt es die Arthrose, die im Fußzeh zu Schmerzen und anderen Beschwerden führen kann. Besonders oft hat man es hier mit Arthrose im Großzehengrundgelenk zu tun. Zuletzt muss die Sprunggelenksarthrose erwähnt werden, die beide oder eines der zwei Sprunggelenke in den Füßen betreffen kann.

Mittelfuß- und Fußwurzelarthrose

Sowohl eine Arthrose im Mittelfuß als auch in der Fußwurzel kann sich durch Schmerzen beim Abrollen des Fußes oder anderen Bewegungen bemerkbar machen. Weitere mögliche Symptome sind Schmerzen im Fußrücken oder bei Druck auf die Fußwurzel oder die Mitte des Fußes. Am besten lässt man die Beschwerden von einem Arzt oder einer Ärztin untersuchen, um so herauszufinden, ob es sich tatsächlich um eine Arthrose handelt.
Sollte sich der Verdacht auf eine Gelenkserkrankung bestätigen, kann man direkt die Therapie besprechen. In den meisten Fällen besteht sie vorerst aus Einlagen, Medikamenten und anderen konservativen Therapieansätzen. Sollte aber doch einmal wegen Arthrose im Fuß eine Operation nötig sein, wird es sich höchstwahrscheinlich um eine Versteifungsoperation handeln. Bei dieser wird das Gelenke – wie der Name des Eingriffs bereits nahelegt – versteift. Das führt selten zu Bewegungseinschränkungen, denn die Aufgabe der Gelenke in Fußwurzel und Mittelfuß ist eher die Stabilisierung als die Flexibilität.

Sprunggelenksarthrose

Jeder Fuß hat zwei Sprunggelenke. Das obere liegt zwischen Schien-, Waden- und Sprungbein. Es ermöglicht uns, unsere Füße zu heben und zu senken. Das untere Sprunggelenk sitzt zwischen Sprung- und Fersenbein, dank ihm können wir unsere Füße seitlich anheben. Arthrose kann sich in diesen Teilen des Fußes durch Symptome wie wiederkehrende Schmerzen oder Schwellungen auf Höhe des Knöchels bemerkbar machen. Auch Schmerzen beim Anheben des Fußes können darauf hinweisen.

Natürlich muss auch bei Sprunggelenksbeschwerden medizinisch abgeklärt werden, ob es sich wirklich um eine Arthrose handelt. Zu den möglichen Behandlungswegen gehören neben Tabletten und Hyaluronsäure auch Hausmittel wie Kohl- und Quarkwickel. Außerdem kann man das Gelenk durch Taping oder Flossing stabilisieren und durch Übungen wie Kreisen des Fußknöchels die Durchblutung unterstützen. Dafür setzt man sich auf einen Stuhl und legt den Unterschenkel des einen Beines horizontal auf das Knie des anderen Beines – und zwar so, dass der Knöchel des ersten Beines nicht auf dem Knie aufliegt, sondern etwas darüber ragt. Nun dreht man den Knöchel ein paar Mal in die eine und dann in die andere Richtung und wiederholt dies auf der anderen Seite.

Arthrose im Großzehengrundgelenk

Ist das Gelenk im großen Zeh von Arthrose betroffen, kann sich das durch eine Unbeweglichkeit des Zehs oder Schmerzen äußern. In machen Fällen schwillt das Gelenk auch an oder rötet sich. Das kann dann leicht mit einem Gichtanfall verwechselt werden. Ein Arzt oder eine Ärztin kann mit Hilfe einer Blutuntersuchung eine Unterscheidung vornehmen und natürlich auch alle anderen Symptome richtig einordnen.
Zur Behandlung einer Großzehengrundgelenksarthrose sollten gute Schuhe gehören, die den Zeh vor einer Überlastung schützen. Außerdem können Wickel, Akupunktur und Akupressur sowie Röntgenreizbestrahlung hilfreich sein. Patienten oder Patientinnen können außerdem durch gezielte Übungen etwas für die Gesundheit dieses Gelenks tun, beispielsweise, indem sie einen Stift mit den Zehen aufheben. Dafür muss man lediglich einen Stift auf den Boden legen und dann mit nackten Zehen nach ihm greifen. Ist der Stift aufgehoben, lässt man ihn wieder fallen und wiederholt die Übung erst mit dem einen und dann mit dem anderen Fuß je 15 Mal.

Weitere Fragen und Antworten zum Thema finden Sie hier: Alle Fragen zu Arthrose im Fuss

 

Experte zum Thema:

Prof. Dr. med. Musa Citak

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aus Hamburg
mehr dazu

Quellen:
Die Wahrheit über Arthrose

Zusätzlich genutzte externe Quelle:
aerzteblatt.de

Die besten Arthrose-Bücher und Autoren:

ArthrosePortal.com