Home 9 Was ist Arthrose 9 Arthrose & die Diagnose: Sind Sie betroffen?

Arthrose & die Diagnose: Sind Sie betroffen?

Habe ich Arthrose? Eine Frage, die sich mit fortschreitendem Alter immer mehr Menschen stellen. Und auf die eine gewissenhafte Antwort ohne eine ärztliche Meinung oft nur schwer möglich ist. Denn: Arthrose entwickelt sich schleichend im Körper und bleibt sehr lange unbemerkt. Lassen Sie eine Diagnose von Arthrose daher immer durch einen Spezialisten durchführen, der mit Ihnen gleich die passende Therapie bestimmen kann.

Arthrose feststellen: Bei welchen Symptomen sollten Sie zum Arzt?

Um auf Nummer sicher zu gehen und bei einem Verdacht auf Arthrose eine Diagnose zu bekommen, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Es gilt: Vorsorge ist besser! Einige Anzeichen können Sie aber bereits vorab beachten.

Der typische Schmerz der Knochen- und Gelenkkrankheit ist der sogenannte Anlaufschmerz oder die Morgensteifigkeit. Nach langen Ruhephasen, wie dem Schlafen, schmerzen Ihnen die ersten Bewegungen in den Gelenken. Dieser Schmerz hört meistens erst auf, wenn das Gelenk eingelaufen ist. Sollte es danach aber zu einem weiteren Schub kommen, sollten Sie vorsichtshalber einen Termin beim Arzt vereinbaren.

Worauf Sie als Patient außerdem achten können, sind häufig angeschwollene Gelenke. Durch Abreibung des Knorpels oder des Knochenmaterials kommt es zu Entzündungen im Gelenk. Aber auch ungewöhnliches Kälte- oder Wärmeempfinden in den betroffenen Regionen kann ein erstes Zeichen einer heranwachsenden Arthrose sein. Haben Sie diese Symptome von Arthrose festgestellt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Des Weiteren sind folgende Symptome typisch für eine Arthrose:

  • Morgensteifigkeit
  • Muskelschwäche oder Abnahme des Muskelumfangs
  • anhaltende Schonhaltung
  • Instabilität der Gelenke
  • Knirschen & Knacken der Gelenke
  • wiederkehrende verspannte Muskeln & Sehnen
  • anhaltende Bewegungseinschränkungen

Wichtig: Nehmen Sie die Beschwerden Ihres Körpers ernst. Mit den anhaltenden oder wiederkehrenden Problemen teil Ihnen Ihr Körper mit, dass etwas nicht stimmt. Sollten Sie die Schmerzen ignorieren, setzen Sie sich einer großen Gefahr aus. Gehen Sie deswegen bei einem Verdacht auf Arthrose für die Diagnose immer zum Arzt!

Wie wird Arthrose festgestellt?

Haben Sie einen ersten Termin bei Ihrem behandelnden Arzt bzw. Orthopäden, wird dieser mit Ihnen im Erstgespräch zunächst erörtern, wo und wann Ihre Beschwerden auftreten. Er wird Sie wahrscheinlich auch nach bekannten Vorerkrankungen, Verletzungen oder Fällen von Arthrose in der Familie fragen, da diese zu den Ursachen von Arthrose gehören können.

In ersten Untersuchungen überprüft er Ihre Gelenke bzw. deren Funktionsumfang. Insbesondere interessiert den Arzt die Stabilität von Bändern und Muskeln rund um die empfindliche Stelle. Damit er sich einen besseren Eindruck über mögliche Veränderungen verschaffen kann, werden Sie Röntgenbilder oder Computer- bzw. Magnetresonanztomografien (CT & MRT) durchlaufen müssen. Dabei werden vor allem die Gelenkspalten und mögliche Risse an Knorpeln untersucht.

Mit all diesen Ergebnissen wird Ihr Arzt für Arthrose eine Diagnose vorlegen können. Je nach Stadium der Arthrose wird er dann eine geeignete Therapie für Sie erstellen.

Frau wird von einem Profi massiert.Wenn die Schmerzen zu stark werden, kann eine Massage helfen.
©Angelo Esslinger / Pixabay

Arthrose diagnostiziert? Und nun?

Ist die Arthrose-Diagnose positiv ausgefallen, sollten Sie erst einmal Ruhe bewahren. Arthrose lässt sich nach Diagnose gut medizinisch behandeln. Um die Krankheit selbst und die Folgen von Arthrose zu mindern, stehen dem behandelnden Arzt mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Ernährungstherapie: Was wir täglich zu uns nehmen, hat einen enormen Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden. Besonders unsere Knochen und Gelenke brauchen viele und ausreichend Nährstoffe, um gesund zu bleiben. Nach der Diagnose Arthrose sollten Sie zusammen mit Ihrem Arzt einen Ernährungsplan erstellen. Dieser sollte idealerweise Lebensmittel beinhalten, die Entzündungen und Schmerzen in den Gelenken effektiv entgegenwirken.
  • Bewegungstherapie: Zu den Ursachen von Arthrose gehört auch mangelhafte Intensität, wenn wir körperlich aktiv sind. Zur Erhaltung der Gelenke dürfen diese weder über- noch unterbelastet werden. Daher ist im Kampf gegen Arthrose die optimale Bewegung entscheidend. Als Patient müssen Sie sich bei der Behandlung von dem Gedanken verabschieden, dass Sie schmerzende Gelenke schonen müssten. Das Gegenteil ist der Fall: Nur durch Bewegung halten Sie Ihre Gelenke in Schuss! Nachdem die Ärzte Arthrose bei Ihnen diagnostizieren, ist es demnach wichtig, einen gut ausgearbeiteten Trainingsplan zu erstellen, durch den Sie die betroffenen Körperstellen bewegen und die umliegende Muskulatur stärken. Dazu eignen sich Trainingspläne im Bereich Krafttraining oder Wassergymnastik besonders gut.
  • Alternative Hilfsmethoden: Neben traditionellen Heilverfahren, wie Retterspitz, Pferdesalbe oder Tigerbalsam, gibt es heute auch diverse moderne und alternative Behandlungsmethoden. Dazu gehören viele Techniken aus der traditionellen chinesischen Medizin, wie zum Beispiel Wickel aus Heilerde und Wasser oder Schröpfen mit sogenannten Schröpfgläsern.
  • Operation: Bevor Sie einen medizinischen Eingriff vornehmen lassen, sollten Sie alle konventionellen und alternativen Maßnahmen ausgeschöpft haben. Erst wenn diese nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben, sollte eine Operation und das Einsetzen künstlicher Gelenke in Betracht gezogen werden. Damit Sie mögliche Risiken dabei minimieren können, sollten Sie ein ausführliches Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt führen. Denn der richtige Zeitpunkt der Operation ist entscheidend, um mögliche Spätfolgen ausschließen zu können.

Experte zum Thema:

Prof. Dr. med. Musa Citak

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aus Hamburg
mehr dazu

Quellen:
Die Wahrheit über Arthrose

Die besten Arthrose-Bücher und Autoren:

ArthrosePortal.com